Kein Klimanotstand in Haltern am See!!Die WGH wird einer Ausrufung des Klimanotstandes nicht zustimmen. Wir halten einen Klimaschutz der alle Aspekte - ökologische, ökonomische und soziale – vernünftig miteinander verbindet und umsetzt für sinnvoll und richtig.

Wir werden nicht auf einen Zug aufspringen, der Klimaschutz mit einer gewissen Hysterie nur auf die Reduzierung von CO2 beschränkt und die Politik in einen Alarmzustand versetzt. Wer Angst und Panik verbreitet wird für eine Spaltung der Gesellschaft verantwortlich sein. Die Apokalypse an die Wand zu malen verhindert den Zweifel, Kritik und Dissens zum Schaden der Demokratie.

Haltern am See besitzt als Flächengemeinde große „noch“ intakte und ausgedehnte Waldflächen. Sofern sie nicht anderen „Projekten“ geopfert werden, werden sie über Jahrzehnte einen wesentlichen Beitrag zu einem guten Klima liefern und zu einer massiven CO2 Einsparung führen.

Viele Bürger leisten mittlerweile durch installierte PV-Anlagen, Wärmedämmungen, Stromsparen, Baumpflanzungen usw. einen nicht unerheblichen Beitrag zur Verbesserung des Klimas. Der engagierte Kreis wird ständig größer.

Städtische Projekt, wie „Prima Klima“, „KEEN (kommunale Energieeffizienz-Netzwerke), Förderung von Photovoltaik Anlagen, Haltern als Solar Stadt, klimafreundliches Stadtentwicklungskonzept (ISEK) und zukünftige Dorfentwicklung usw. sind mittlerweile erfolgreich gestartet oder bereits abgeschlossen worden.

Mit der Ausrufung eines Klimanotstandes würde man unterstellen, dass alle Maßnahmen und Bemühungen der engagierten Einwohner erfolglos und damit vergeblich gewesen wären. Es hilft uns nicht weiter, die bisherige Arbeit zu ignorieren, Panik zu verbreiten und die Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen. Die Innovationskraft, der Mut zu Veränderungen und der Gestaltungsspielraum werden durch diese diktatorischen Einschränkungen zum Erliegen gebracht. Die WGH wird den Verlust des freiheitlichen Denkens nicht hinnehmen. Wir werden uns jeder Debatte stellen, aber wir werden den Versuch einer Seite, ihre Ansichten rabiat durchzusetzen nicht zulassen.

Neue und phantasievolle Ideen – und die Bereitschaft, sie in die Tat umzusetzen – sind heute wichtiger als alles andere (Global 2000, 1980).

Anstatt alle bisherigen Anstrengungen als erfolglos anzusehen, sollten Erfolge herausgestellt und die Menschen ermutigt werden, die vernünftigen Wege entschlossen weiter zu gehen.

Margaret Thatcher gehörte zu den Ersten, die vor dem Missbrauch der Klimaforschung für politische und ideologische Zwecke warnte, und zwar eindringlich. Bereits in ihrer Uno­Rede von 1989 widmete sie dieser Gefahr mehr als die Hälfte ihres Plädoyers für den Schutz der Atmosphäre. «Bevor wir etwas tun, brauchen wir die bestmögliche wissenschaftliche Grundlage», mahnte die Premierministerin, «sonst riskieren wir die Dinge schlechter zu machen.»

Heute versuchen bestimmte Gruppierungen für ihren politischen Vorteil diejenigen in der Bevölkerung zu rekrutieren, die übers Thema eine große Meinung, aber davon keine Ahnung haben.

Die WGH schlägt vor, anstatt den „Klimanotstand“ auszurufen, aktiv klimarelevante Projekte weiterzuführen und z.B. Stadtwerke und Stadtsparkasse als Sponsoren für „Klimaprojekte“ der Bürger zu gewinnen. So könnten z.B. PV Anlagen mit einem interessanten Kredit und Projekte der FFF-Generation oder andere finanziell gefördert werden.

Die WGH wird den populistischen Antrag mit den bürokratischen Hemmnissen nicht unterstützen. Wir wollen die volle Handlungsfreiheit des Rates behalten und Maßnahmen nach demokratischer Diskussion durchführen. Wir halten die Einstellung eines Klimamanagers für wenig Zielführend sowie unangebracht, da für die zu erwartenden Kosten kein adäquater Gegenwert zu erwarten ist.

Bevor weitere Fahrradwege angelegt werden, wäre es sinnvoll erst einmal die vorhandene Infrastruktur auf neuesten Stand zu bringen. Als negatives Beispiel sei das Drama um die Ahsener Brücke genannt. Ein regionaler Fahrradweg wird hier dauerhaft unterbrochen, weil der Kreis nicht in der Lage ist, eine kleine Brücke in akzeptabler Zeit neu zu errichten. Eine so lange Bauzeit von 4 Jahre zwingt ebenfalls den Berufsverkehr einen Umweg von mehr als 15km in Kauf zu nehmen und hierbei unnötig CO2 zu erzeugen. Dies wäre doch sicherlich eine elegante Aufgabe für den Kreis, seinen Klimapakt mit Leben zu erfüllen. Die Bürger würden es Ihnen danken.

Die Fraktion der
Wählergemeinschaft Haltern


Artikel RN-Haltern, 07.10.2019 (Pdf)

 

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