Marlies BreuerIn der Überschrift der Halterner Zeitung heißt es am 29.06.2018: „So stellen sich die „Grünen“ Vorgärten in Haltern vor“. Aber Haltern am See besteht nicht nur aus Grünen und da gehen die Vorstellungen auseinander.

Insektensterben beunruhigt nicht nur die Grünen. Dem entgegenzuwirken ist sicherlich im Sinne eines jeden Bürgers. Aber vorzuschreiben, wie der mündige Bürger seinen Vorgarten zu gestalten hat, geht entschieden zu weit. Was ich als schön empfinde, kann mir niemand vorschreiben. Wie sagte mein Großvater schon immer: „Schön ist nicht schön, gefallen ist schön“.

Wir erinnern uns an eine StEUA-Sitzung im Jahre 2016, als es um die Vernichtung der Gärten am Nordwall ging. Während die WGH als einzige Fraktion der Umwandlung von Gärten in Betonflächen widersprach, äußerten die „Grünen“ ihre Vorliebe für einen großen Lebensmittelmarkt „für eine attraktive Innenstadt“.

Um das Insektensterben weiter zu verhindern muss man mit der Aufklärung und klaren Gesetzen bei der Verwendung von Unkrautvernichtungsmitteln beginnen, bzw. bei den Menschen, die diese unüberlegt einsetzen. Denn so werden Insekten ausgerottet. Nicht in den Vorgärten mit kleinen Flächen mit Schotter und Steinen. Ein guter Mix aus Blühendem und Steinen kann durchaus ansehnlich, schön und nützlich sein, denn auch unter und inmitten von Steinen finden Lebewesen ihren Lebensraum. Die WGH unterstützt zu jeder Zeit alle Bemühungen für die Förderung der Artenvielfalt in unserer Stadt.

Anmerken müsste man auch, dass Schotter- bzw. Steingärten, im Gegensatz zu asphaltierten und plattierten Flächen, durchaus regendurchlässig sind und damit der Versickerung und dem Grundwasser dienen. Vielleicht sollte man rechtzeitig überlegen, welche Tierarten bei dem Verbot der Steingärten vernicht würden.
Die WGH findet den Versuch dieser Bevormundung bei der Gestaltung von Vorgärten einfach nur lächerlich.

Für die WGH
Marlies Breuer (Ratsmitglied der WGH)

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