Für die WGH möchte ich die nachfolgende Stellungnahme zum Artikel vom 08.03.2011 in der Halterner Zeitung zum Thema „Fracking“ auf Halterner Stadtgebiet abgeben.
Die „Beschwichtigung“ des RP Arnsberg (noch ungelegte Eier) kann uns nicht wirklich beruhigen, selbst wenn eine offenere Informationspolitik ein erstes positives Signal zu sein scheint. Zumal der RP jetzt offensichtlich zumindest über die Genehmigung zum Aufsuchen von Erdgas auf Halterner Stadtgebiet entscheiden will. Denn ist diese Genehmigung einmal erteilt, wird er später wohl nur sehr schwer die Erlaubnis zum Probebohren und danach zur Gewinnung verweigern können. Nahezu schizophren erscheint uns dabei auch, dass hinter einem Bewerber (Mingas-Power) mit den Stadtwerken Bochum letztendlich niemand anderes steckt, als einer der Eigentümer der Gelsenwasser AG, die ja eigentlich das größte Interesse am Halterner Grundwasser haben sollte.
Aufgrund dieser besorgniserregenden Entwicklung ist ein gemeinsames und entschlossenes Handeln aller Parteien und Gremien, wie dieses auch CDU, SPD und Grüne schon verlautbart haben, wichtiger denn je. Wir erwarten den vorbehaltlosen Einsatz ihrer Landtagsfraktionen, um dem unverantwortlichen Treiben Einhalt zu gebieten. Hier muß schnellstmöglich eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden, die dem Trinkwasserschutz allerhöchste Priorität einräumt. Die WGH lehnt diese riskante Art der Gasgewinnung auf unserem Stadtgebiet in jedem Fall ab.
Ludwig Deitermann
WGH-Fraktionsvorsitzender
