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Leserbrief bauliche Nachverdichtung

In der Lokalpresse und einem Antrag an die Stadt Haltern kritisieren die Grünen die Gestaltung diverser Neubauobjekte im Halterner Stadtgebiet.

Diese würden sich Ihrer Meinung nach nicht in das Stadtbild einfügen. Nach den kontroversen Diskussionen in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 02.12.2010 nimmt die WGH Fraktion hierzu in einem Leserbrief wie folgt Stellung:


Stellungnahme zum Antrag des Bündnis 90/Die Grünen
bezüglich baulicher Nachverdichtung in Stadtgebiet.

Selbstverständlich liegt auch der WGH-Fraktion eine harmonische Stadtentwicklung sehr am Herzen, damit sich die Sünden der Vergangenheit möglichst nicht wiederholen. Nur welches Objekt als „auffällig“ einzustufen ist, liegt doch meist im Auge des Betrachters. Auch in der schmucksten Einfamilien-Neubausiedlung findet jeder Bürger ganz sicher Objekte, an denen sich die Geister scheiden. Über Geschmack lässt sich nun einmal schwerlich streiten. Warum Kritik offensichtlich ausschließlich an die Fraktion des Bündnis 90/Die Grünen herangetragen wurde, lässt sich an dieser Stelle nicht aufklären.

Fakt ist jedoch auch, dass viele Nachbarn der Oder-/Gildenstraße die dortige Baumaßnahme als eine Aufwertung ihres Wohnquartiers sehen. Wenn die Bauverwaltung nun aber zukünftig Bauanfragen anstatt wie hier geschehen nach gesetzlichen Vorgaben, statt dessen nach „100 %  Gefallen“ genehmigt, käme die Neubautätigkeit in Haltern am See wohl bald zum erliegen. Dabei wird offensichtlich schnell übersehen, dass gerade die mittelständische Halterner Baubranche vielen Halterner Bürgern Arbeit und Brot gibt. Darüber hinaus wird so wohl kaum der in Haltern stetig steigenden Nachfrage nach bezahlbarem, energetisch optimiertem Mietwohnraum begegnet.

Der Bürger erwartet von der Bauverwaltung, dass sie Bauanfragen auch zukünftig wohlwollend, aber mit dem gebotenem Augenmaß und Sachverstand unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben zeitnah bearbeitet, und Rechtsstreitigkeiten mit Halterner Bürgern vermeidet.

Detlef Berkels
Sachkundiger Bürger der WGH im Stadtentwicklungsausschuss.

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